Lesestoff aus der Telefonzelle
Eine kreative Idee mit Herz für Bücher: Michaela Hohenegger hat eine alte Telefonzelle in Goritschach in eine öffentliche Mini-Bibliothek verwandelt.
Eine ausgediente Telefonzelle beim Gasthof Eder in Goritschach hat eine neue Bestimmung erhalten – und lädt nun zum Schmökern ein. Die Idee dazu stammt von Michaela Hohenegger aus Wernberg. Die pensionierte Lehrerin unterrichtete viele Jahre an der HAK Villach sowie am BORG Hermagor in den Fächern Französisch und Sport. Lesen war für sie stets ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. „Für mich ist Lesen ein Kino im Kopf – eine Möglichkeit, in andere Welten einzutauchen und den Horizont zu erweitern“, schildert Hohenegger.
Bunte Auswahl für alle
Als sie eines Tages an der nicht mehr in Betrieb befindlichen Telefonzelle vorbeiging, entstand die Idee, diese in eine kleine, frei zugängliche Bibliothek zu verwandeln. Nach Rücksprache mit der Post setzte sie ihr engagiertes Vorhaben in die Tat um. Hohenegger bestückte die Telefonzelle mit Büchern aus ihrer eigenen Hausbibliothek. „Die Telefonzellen-Bibliothek bietet eine bunte Auswahl: Von Kinderbüchern über wissenschaftliche Werke bis hin zu unterhaltsamer Lektüre ist für viele Interessen etwas dabei“, erzählte sie Bürgermeisterin Doris Liposchek bei einem Lokalaugenschein.
Treffpunkt für Lesefans
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, Bücher zu entnehmen, nach dem Lesen wieder zurückzubringen oder die Telefonzelle mit eigenen Werken zu bereichern. So wurde aus einer alten Telefonzelle ein lebendiger Treffpunkt für Leserinnen und Leser jeden Alters.