Das Gericht ist verpflichtet, den höchstpersönlichen Lebensbereich von Zeugen zu schützen. Insbesondere müssen Richter die Zeugen auf deren besondere Schutzmöglichkeiten hinweisen.
Bei ernster Gefährdung für das Leben und/oder die Gesundheit des Zeugen bzw. wenn sich ein Zeuge aufgrund bestimmter Anhaltspunkte bedroht fühlt, kann das Gericht Maßnahmen zum Schutz von Zeugen ergreifen.
Zeugen können verlangen, dass
Opfer eines Sexualdelikts können beispielsweise
Nähere Informationen zur "kontradiktorischen Vernehmung" finden sich ebenfalls auf oesterreich.gv.at.
Opfer eines Sexualdelikts, die zum Zeitpunkt der Aussage noch jünger als 14 Jahre sind, müssen immer schonend vernommen werden. In der Regel werden Kinder und Jugendliche durch Kinderpsychiater bzw. Kinderpsychologen befragt.
Seit 1. Jänner 2014 erhalten Opfer eines Sexualdelikts, die jünger als 14 Jahre sind, jedenfalls psychosoziale Prozessbegleitung. Die Anwesenheit einer Vertrauensperson bei der Vernehmung von (insbesondere von unter 14-jährigen) Zeugen ist immer erlaubt bzw. teilweise sogar gesetzlich sogar vorgesehen.
Personen, die Opfer von Sexual- und Gewaltverbrechen geworden sind, können sich an spezialisierte Beratungsstellen wenden, die u.a. auch Prozessbegleitung anbieten. Der Opfernotruf 0800/112 112 ist eine zentrale Anlaufstelle für Opfer von Straftaten in Österreich.
Bundesministerium für Justiz (→ BMJ)
Strafprozessordnung (StPO)
Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen gilt die gewählte Form für alle Geschlechtsidentitäten und entspricht damit in diesem Text exakt der gesetzlichen Terminologie der Strafprozessordnung (§ 515 Abs. 2 StPO).
Für den Inhalt verantwortlich: oesterreich.gv.at-Redaktion